Viernheim, 21. April 2012. (pm) Die Malerin Gerdi Gutperle wird im Rahmen der 20-jährigen Jubiläumsfeier der Städtepartnerschaft- sowie Freundschaft zwischen Viernheim, Haldensleben, Helmstedt und Ciechanów in der Kulturfabrik ihre Werke ausstellen.
Information der Stadt Viernheim:
“Bereits 20 Jahre währt die Städtepartnerschaft von Viernheim und Haldensleben. Auch schon 20 Jahre pflegt das sachsen-anhaltinische Haldensleben enge Partnerschaft zum polnischen Städtchen Ciechanów und dem niedersächsischen Helmstedt. Gleich mehrere Anlässe zum Feiern!
So planen die vier Städte eine gemeinsame Jubiläumsfeier vom 14. bis 18. Juni in Haldensleben.
Anlässlich dieses Jubiläums organisieren die Stadt Haldensleben und die Kulturfabrik die Ausstellung „20 Jahre Städtepartnerschaften: drei Partnerstädte und ihre kunstvollen Facetten“. Die Ausstellung steht trotz der scheinbaren Unterschiede der einzelnen Künstler unter dem Motto „Mensch und Natur“, heißt es in einer Pressemitteilung der städtischen Presse- und Informationsstelle.
Bürgermeister Matthias Baaß ist froh und dankbar darüber, die auch in sozialer Hinsicht beispielhaft engagierte Malerin Gerdi Gutperle für eine Ausstellung in der Kulturfabrik gewonnen zu haben: „Gerdi Gutperle wird mit ihrer „Sprache der Natur“ bei dieser Ausstellung vertreten sein und diese durch ihre großformatigen und farbenprächtigen Bilder abrunden, dieser eine besondere Note verleihen!“
Zusammen mit ihrem Mann Werner wird Gerdi Gutperle nach Haldensleben fahren und sowohl an der Vernissage und Finissage als auch an den anderen Jubiläumsfeierlichkeiten
teilnehmen. Kuratorin Dr. Christina Knapp ist wie immer engagiert dabei. Sie reist bereits ein paar Tage vor der Ausstellungseröffnung nach Haldensleben, um die Ausstellung im Detail aufzubauen.
Vita von Gerdi Gutperle:
Gerdi Gutperle, mittlerweile weit über die Region hinaus als freischaffende Künstlerin sehr geschätzt, wurde 1944 in Olmütz/Mähren, geboren. Nach Jahren intensiver Auseinandersetzung mit den Entwicklungen der Bildenden Kunst hat sie 1998 ihre besondere Begabung für die Malerei entdeckt. Es folgten ausgedehnte Arbeitsaufenthalte in Deutschland und an verschiedenen Orten in Europa, vor allem in Italien und Spanien. Eine Reihe von Projektförderungen führten Gerdi Gutperle unter anderem zu Carmen del Campo in Marbella/Spanien und Professor Rudi Wach in Innsbruck/Österreich. Die Künstlerin studierte außerdem bei Pieter Sohl in Heidelberg und Ernestine Repsch, FH Wiesbaden.
Von ihren Lehrern wurde Gerdi Gutperle in ihrer experimentellen Grundhaltung bestärkt. Dazu zählt die Auseinandersetzung mit verschiedenen künstlerischen Techniken und Medien. Sich von der vielgestaltigen Natur inspirieren zu lassen, prägt die künstlerische Handschrift von Gerdi Gutperle wesentlich und fließt beständig in den ihre Arbeiten kennzeichnenden Vierklang von Schichtungen, Strukturen, Farbe und Licht mit ein.
Als freischaffende Künstlerin ist Gerdi Gutperle mit der Vision tätig, den Erlös ihrer Werke für die Arbeit der 2002 gegründeten eigenen Sozialstiftung (Child Care Center in Indien und Tsunamihilfe) zu verwenden. 2007 wurde das Engagement für die Kunst mit der Eröffnung des Kunstraums Gerdi Gutperle in Viernheim um einen kuratorischen Aspekt erweitert.
Gerdi Gutperle lebt und arbeitet in Hirschberg an der Bergstraße. Zahlreiche ihrer Werke befinden sich in öffentlichen und privaten Sammlungen.
Die Stadt Ciechanów, 90 km westlich von Warschau gelegen, vertritt der Künstler Marek Zalewski. Er hat den Menschen im Fokus seiner künstlerischen Auseinandersetzung. Er malt unter anderem Akte in abstrakten Formen und sehr
ausdrucksstarken Farben. Marek studierte an der „Akademie der schönen Künste“ in Warschau und schloss sein Studium 1980 mit einem Bildhauerdiplom ab. Er gibt Lehraufträge an Kunsthochschulen und hatte bereits Ausstellungen in Skandinavien, Italien, Belgien, Schweiz, Ungarn, Frankreich und der Ukraine durchgeführt.
Ganz auf Aquarelle, die sich „im Dialog mit Landschaft und Architektur“ befinden, hat sich Bettina Akinro aus Helmstedt spezialisiert.
Diese einzigartige Jubiläumsausstellung in der Kulturfabrik wird am Sonntag, 22. April, um 15:00 Uhr im Beisein von Gerdi und Werner Gutperle eröffnet. Für musikalische Umrahmung sorgt die die Klezmerband der Kreismusikschule Börde.
Abwechslungsreiches Besuchsprogramm – Besichtigung von Leipzig und Flechtingen
Eine Viernheimer Delegation mit Bürgermeister Matthias Baaß wird am 15. Juni nach Haldensleben reisen und an den Jubiläumsfeierlichkeiten teilnehmen (Kommunales Freizeit-
und SportBÜRO, DGB, KAB, Viernheimer Briefmarkenverein, Jugendförderung und zwei Jugendbands).
Am darauffolgenden Freitag steht eine Fahrt nach Leipzig (Stadtführung mit Besuch des Völkerschlachtdenkmals) auf dem Programm. Am Freitagabend ist eine Jubiläumsausstellung der Briefmarkenfreunde aus den Partnerstädten im Akademiesaal des Schlosses Hundisburg vorgesehen. Auch der traditionsreiche Viernheimer Briefmarkensammlerverein wird mit seiner Heimatsammlung bei der Ausstellung teilnehmen. Ebenso werden etliche Mandatsträger und Vertreter aus dem Verein für Städtepartnerschaften Haldensleben im Festsaal des Schlosses Hundisburg anwesend sein. Musikalisch umrahmt wird die Zusammenkunft durch den polnischen Chor SINE NOMINE.
Interessant für alle Gäste verspricht auch der Besuch der Stadt Flechtingen sowie von geschichtlich bedeutsamen Städten, historischen Gärten und Schlössern zu werden. Am Samstagabend darf das Tanzbein im Saal des Landeskrankenhauses geschwungen werden – unter Mitwirkung des polnischen Chors „Sine Nomine“ und der polnischen Band „BRAVO“ und den beiden Viernheimer Jugendbands.
Am Sonntagmorgen ist Kultur angesagt: Finissage der Jubiläumsausstellung der Viernheimer Künstlerin Gerdi Gutperle, des polnischen Künstlers Marek Zalewski und der Künstlerin Bettina Akinro aus Helmstedt in der Kulturfabrik sowie der Jubiläumsausstellung der Briefmarkenfreunde aus den Partnerstädten. Nachmittags sind im Barockgarten des Schlosses Hundisburg die Royalblues mit der polnischen Band „WHY DUCKY“ zu hören.
Im edlen Barockgarten ist auch die Vorführung der Ergebnisse des Trommelworkshops der Jugendlichen mit Picknick vorgesehen. Abends dominiert König Fußball: Beim Grillen in der Jugendherberge wollen sich die Jubiläumsgäste gemeinsam das EM-Fußballspiel Deutschland – Dänemark anschauen. Am Montag heißt es dann „Koffer packen“. “
















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